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Faschen

Was sind Faschen?

Faschen gehören zu den wichtigsten Gestaltungselementen beim Hausbau und der Renovierung. Der Begriff Fasche stammt vom italienischen Begriff „fascia“ ab. Damit sind Binden oder ein Band gemeint. In der Baukunst versteht man unter einer Fasche die Einfassung von Fenstern oder Türen. Sie ist meist rahmenartig angelegt und kann vor das Fenster/die Tür gelegt oder in dieses eingelegt werden. Die Faschen bestehen in der Regel aus Holz, Stein oder Putz, heute sind auch Faschen aus Styropor oder Styrodur XPS denkbar. Ihre Hochzeit hatten diese Gestaltungselemente während der Zeit des Barock und der Renaissance. Damals wurden Faschen besonders ornamental ausgeführt und sollten die Fassade insgesamt gliedern und optisch bereichern.

Lange Geschichte der Fensterfaschen

Die Fensterfaschen blicken in der Architektur auf eine lange Geschichte zurück. So wurden bereits mittelalterliche Burgen mit entsprechenden Fensterfaschen ausgestattet. Damals wurden Türen und Fensteröffnungen von der Wandfläche abgehoben. Später kamen immer mehr verputzte Wände auf, so dass man mittels Farben und Ornamenten entsprechende Kontraste herzustellen versuchte.

Wie werden Faschen heute eingesetzt?

Heute dienen die Faschen in erster Linie der optischen Vergrößerung der Fenster. Zudem soll die gesamte Fassade eine harmonischere Wirkung erhalten. Selbst bei Verwendung einfachster Fensterfaschen lassen sich in Verbindung mit entsprechend hochwertigen Fenstern Effekte erzielen, die der gesamten Bausubstanz eine wesentlich höhere Wertigkeit bescheinigen. Gleichzeitig werten Fensterfaschen die Fenster nach einer Fassadenertüchtigung inklusive Wärmedämmverbund-System (WDVS) deutlich auf. Die Fenster sehen wieder wie Fenster aus und nicht wie kleine Schießscharten.

Fensterfaschen – welche Möglichkeiten gibt es?

Die Fensterfaschen werden heute als vorgefertigte Bauteile im Handel angeboten. Bei der Wahl der Materialien können Bauherren frei entscheiden. Mit modernen Designrahmen, die ebenfalls als Fensterfaschen angeboten werden, lassen sich die Fenster besonders zeitgemäß und ansprechend gestalten. Die Kapitele werden für diese Variante in die Fensterlaibung und um die Fensteröffnung herum eingesetzt. Dadurch können auch moderne Fenster den optischen Stil eines historischen Fensters erreichen.

Wie werden vorgefertigte Faschen verarbeitet?

Die vorgefertigten Fensterfaschen lassen sich spielend leicht verarbeiten: Dafür bedarf es lediglich etwas Flexfliesen Kleber, mit dem die Faschen angeklebt werden. Um sie besser von der Hauswand absetzen zu können, werden sie noch mit einer Farbe nach Wunsch überstrichen. Dabei werden die Fugen zuerst noch mit UDKM Kleber abgedichtet und anschließend kann es mit dem Streichen los gehen. Wichtig ist, dass die Faschen gut abgeklebt werden, damit wirklich nur sie Farbe erhalten und nicht die gesamte bereits verputzte Fassade. Beim Streichen lassen sich Faschen genauso wie die Stuckprofile behandeln. Ein bis zwei Mal überstreichen reicht in der Regel aus.

Fensterfaschen und Stuckprofile kombinieren

Die Fensterfaschen geben Gebäuden ein stilvolles Äußeres. Dabei werden auch historische Gebäude, die renoviert werden, durch Faschen rund um die Fenster interessanter gestaltet. Noch bessere Effekte erzielt man, wenn Stuckprofile und Fensterfaschen die Fassade zieren. Zusammen können beide einen optisch sehr eindrucksvollen Effekt liefern. Die Stuckprofile und Faschen können dabei aus dem gleichen Material bestehen, wie etwa dem Styropor oder Styrodur XPS.

Was sind Stuckleisten?

Stuckleisten können im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden. Neben den klassischen Stuckleisten sind auch Stuckrosetten und ähnliches möglich. Generell werden Stuckarbeiten der Fassade ein besonderes Flair verleihen und eignen sich daher sehr gut, wenn es darum geht, etwa einen Altbau in ansprechender Optik zu realisieren. Die Stuckleisten werden ebenfalls aus Styropor oder Styrodur XPS grün hergestellt. Diese lassen sich besonders einfach verarbeiten und auch ohne Hilfe vom Fachmann anbringen.

Klassischer Stuck vs. Stuckleisten

Der klassische Stuck ist bereits seit der Antike bekannt. Er diente als Gestaltungselement für Möbeloberflächen, für Innenräume und Fassaden. Seine Hochzeit erlebte auch der Stuck in der Zeit des Barock. Die Technik mit Stuck war damals sogar noch teurer als die Verzierung mit Naturmarmor, dafür waren aber auch wesentlich filigranere Motive, dramatische Färbungen und sehr große Stuckelemente denkbar. Klassischer Stuck bestand und besteht meist aus Gips, Kalk, Zement, Sand und Wasser. Je nach Stuck können dabei die Mischungsverhältnisse variieren. Das Material kann bereits nach 15 Minuten anfangen auszuhärten, wobei dies immer abhängig von der jeweiligen Konsistenz und dem Wasseranteil ist. Die Stuckleisten werden dagegen auf Basis von Styropor oder Styrodur XPS grün hergestellt. Das hat den Vorteil, dass sie wesentlich leichter und auch einfacher anzubringen sind.

Den Untergrund richtig vorbereiten

Ob Faschen oder Stuckleisten angebracht werden sollen, vor der Verschönerung der Fassade steht die Vorbereitung des Untergrunds. Dieser muss vor jeder weiteren Arbeit

  • glatt,
  • sauber,
  • frei von Farbresten und Co.

sein. Glatte Putze oder Gipsfaserplatten eignen sich ideal als Untergrund für Faschen und Stuckleisten. Ist klar, wo die Stuckleisten angebracht werden sollen, kann deren Form angezeichnet und der dort befindliche Untergrund mit einem Spachtel oder einem Messer leicht aufgeraut werden.

Anbringen der Stuckleisten

Die Stuckleisten lassen sich mit Kleber einfach und schnell anbringen. Dafür muss der Kleber rechtzeitig vor dem Anbringen der Stuckleisten angerührt werden. Allerdings härten unterschiedliche Kleber auch unterschiedlich schnell aus. Daher sollten Sie immer darauf achten, nicht zu viel Kleber anzurühren. Den Untergrund für die Stuckleisten (Putz oder Faserplatte) sollten Sie vor dem Anbringen des Stucks leicht anfeuchten. Dadurch kann die Stuckleiste später besser darauf haften. Zum Schluss bringen Sie die Stuckleisten an der gewünschten Stelle an und drücken Sie leicht fest.

Stuckleisten zuschneiden – ein Kinderspiel

Wenn Sie Stuck-Ornamente aus mehreren Einzelteilen zur Verschönerung der Fassade einsetzen wollen, ist das ebenfalls einfach möglich. In der Regel reicht dann bei den modernen Styrodur Stuckleisten eine feine Säge aus, um die Einzelteile auf Maß zu schneiden. Zuschnitte auf Maß können Sie ebenfalls direkt bei der Bestellung der Stuckleisten anfordern. So sparen Sie sich Arbeit und Zeit.

Stuckleisten können dem eigenen Heim ein besonderes Flair verleihen

Die größten Vorteile der Stuckleisten liegen natürlich darin, dass sie dem eigenen Heim ein besonderes Flair vermitteln. Gerade bei der Restaurierung von Altbauten lohnt es sich, Stuckleisten auch im Bereich der Fassade mit anzubringen. Zusammen mit den Faschen rund um die Fenster sorgen sie für ein besonders authentisches Aussehen. Auch im Neubau werden Stuckleisten immer häufiger eingesetzt. Sie dienen hier in erster Linie dazu, den gewohnten Altbau-Chic und das Flair aus dem Altbau mit in die moderne Wohnung zu retten.

Vorteile von modernen Stuckleisten

Die modernen Stuckleisten aus XPS Styrodur haben natürlich zahlreiche Vorteile gegenüber klassischem Stuck aufzuweisen. Zu den wichtigsten zählen:

  • Styrodur-Stuckleisten lassen sich sehr einfach anbringen.
  • Die Bruchgefahr, die beim klassischen Stuck gegeben ist, entfällt.
  • Das geringe Eigengewicht sorgt dafür, dass die Statik eines Hauses/Raums nicht gefährdet wird, wenn Stuckleisten aus XPS Styrodur angebracht werden.
  • Die glatten und geschlossenen Oberflächen sorgen für eine harmonische Optik.
  • Die Dichte ähnelt der von Holz und überstrichen unterscheiden sich Stuckleisten nicht von klassischem Stuck.
  • Stuck aus XPS Styrodur ist äußerst pflegeleicht. Er muss lediglich hin und wieder abgestaubt und von Zeit zu Zeit neu angestrichen werden.

Beim häufigen Überstreichen von Stuckleisten oder auch klassischem Stuck ist allerdings Vorsicht geboten. Zu viele Farbschichten, die aufgetragen werden, können die filigranen Strukturen des Stucks schnell unkenntlich machen.

Wie lassen sich moderne Stuckleisten heute einsetzen?

Heute finden Stuckleisten aus XPS Styrodur zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Dazu zählen unter anderem:

  • Dekoration der Fassade
  • Dekoration von Wänden und Decken
  • Stuckleisten als Bilderrahmen nutzen
  • Stuckleisten als Fensterfaschen einsetzen
  • Stuckleisten als Umrandung für Spiegel
  • Stuck als Beleuchtungsquelle mit dem Einbau von LED-Strips
  • Stuckleisten, mit denen Säulen und Träger umrandet werden

Individualisierung der Stuckleisten

Natürlich können Sie vorgefertigte Stuckleisten auch individualisieren. Wir bieten Ihnen die Stuckleisten in beschichteter oder unbeschichteter Form an. Beide Varianten können in einer Farbe Ihrer Wahl überstrichen werden. Faschen lassen sich durch farbige Akzente noch besser von der Fassade abheben und auch klassische Stuckelemente müssen nicht zwingend weiß gestrichen werden. Generell sollten Sie für das Überstreichen der Stuckleisten nur Acryl- oder Dispersionsfarben verwenden.

Acrylfarben für Stuckleisten

Wenn Sie sich für Acrylfarben zum Überstreichen der Stuckleisten entscheiden, erhalten Sie Farben oder Lacke auf Basis von Kunst- oder auch Echtharz. Acrylfarben wurden bereits 1934 von der damaligen Anilin- und Soda-Fabrik, der heutigen BASF, entwickelt. Allerdings wurden sie bis in die 1940er Jahre hinein ausschließlich in den USA hergestellt. Die Acrylfarben fanden ihren Einsatz in Handwerk und Industrie, im Kunstbereich und bei Hobbymalern gleichermaßen. In Europa setzten sich die Acrylfarben erst ab den 1960er Jahren durch.

Bis heute sind Acrylfarben ideal geeignet, um etwas zu überstreichen. Sie können einfach mit Wasser verdünnt werden, wobei das Wasser nach und nach verdunstet. Die Acrylfarbe, die bleibt, verdichtet sich massiv und es entsteht ein abrieb- und schlagfester Anstrich für die Stuckleisten. Der Acrylfarbenfilm kann abhängig vom verwendeten Harz sogar etwas mehr oder weniger elastisch ausfallen. Ein weiterer Vorteil der Acrylfarben zum Überstreichen von Stuckleisten liegt in der geringen Geruchsbelästigung. Zwar standen Acrylfarben einst in dem Ruf, gesundheitsschädliche Lösungsmittel zu enthalten, allerdings sind auch diese Farben im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt worden, so dass sie heute bedenkenlos angewendet werden können.

Bis heute werden Acrylfarben im Bau- und Heimwerkerbereich sehr gerne eingesetzt. Auch Künstler nutzen die Farben sehr gerne. Mit den Acrylfarben für die Stuckleisten wird es zudem möglich, Strukturen direkt am Stuck zu modellieren und noch weiter auszuarbeiten. Mithilfe von Verdickungsmitteln und Modellierpaste, die der Acrylfarbe beigemischt werden kann, lässt sich deren Verformbarkeit ideal beeinflussen.

Dispersionsfarben für Stuckleisten nutzen

Die zweite Variante, um Stuckleisten zu streichen, sind Dispersionsfarben. Sie sind allerdings eher für den Einsatz im Innenbereich geeignet und bestehen aus verschiedenen Inhaltsstoffen. Häufig finden sich in Dispersionsfarben diverse

  • Füllstoffe,
  • Lösungsmittel,
  • Bindemittel,
  • Farbpigmente und
  • Zuschlagstoffe.

Wenn man diese Definition genau nimmt, lassen sich die allermeisten handelsüblichen flüssigen und zähflüssigen Anstriche als Dispersion ansehen. Die wörtliche Übersetzung des Begriffs Dispersion steht für nichts anderes als das heterogene Gemisch, welches sich aus wenigstens zwei Stoffen zusammensetzt.

Anwendungsbereiche der Dispersionsfarben

Dispersionsfarben lassen sich, genau wie Acrylfarben, sehr vielseitig einsetzen. Abhängig sind die Einsatzbereiche allerdings von der stofflichen Zusammensetzung der Farbe und der materialtypischen Eignung. Tapeten, Holzuntergründe, Mineralputze, Stuckleisten aus Styropor oder Styrodur XPS und vieles mehr können mit Dispersionsfarben gestrichen werden. Allerdings sollte man bei Dispersionsfarben zum Überstreichen der Stuckleisten darauf achten, dass diese nicht zu viele Lösemittel enthalten.

Die Dispersionsfarben treten in der Praxis in verschiedenen Konsistenzen auf. Für flüssige und zähflüssige Dispersionsfarben eignen sich Pinsel und Malerbürsten bei der Verarbeitung ebenso wie Malerrollen. Für das Aufspritzen der Dispersionsfarben ist es dagegen notwendig, dass eine Farbe gewählt wird, die sprühfähig ist. Vor allem bei wasserbasierten Dispersionsfarben dürfte dies der Fall sein. Wer diesen wasserbasierten Farben noch zusätzliches Wasser zusetzt, kann die Sprühfähigkeit noch verbessern.

Stuckleisten mit Dispersionsfarben streichen – so geht’s

Die Stuckleisten können problemlos mit Dispersionsfarben gestrichen werden. Es gibt sogar unterschiedliche Techniken für das Streichen der Stuckelemente aus Styropor oder Styrodur XPS. Die wichtigsten Techniken sind dabei:

  • Klassische Streichtechniken mit Pinsel
  • Aufspritzen der Farbe auf die Stuckelemente
  • Eintauchen der Stuckelemente in die Farbe
  • Anwendung von Airbrush-Techniken

Bevor Sie allerdings mit dem Streichen der Stuckleisten beginnen, sollten Sie die Dispersionsfarbe auf ihre Eignung für Stuckleisten hin überprüfen. Auch sollten sie stets die richtige Konsistenz für die geplante Streichtechnik aufweisen.

Stuckleisten schneiden

Zur individuellen Anpassung der Stuckleisten an die eigenen Vorstellungen und Wünsche gehört auch das richtige Zuschneiden selbiger. Dieses ist bei den modernen Stuckleisten aus Styropor oder Styrodur XPS ein Kinderspiel. Lediglich eine Gehrungslade für die Ecken und eine feine Säge zum Zuschneiden der Stuckleisten sind notwendig. Alternativ zur Gehrungslade können Sie die Ecken auch mit einer Winkelschmiege schneiden. Eine Alternative zur feinen Säge ist das Cuttermesser, wobei es eher für sehr flache Stuckleisten geeignet ist.

Ecken für Stuckleisten richtig schneiden

Wollen Sie die Ecken der Stuckleisten mit der Gehrungslade zuschneiden, sollten Sie die Stuckleiste vorsichtig mit einer Klemme auf der Gehrungslade befestigen. Denken Sie immer im Vorfeld daran, in welche Richtung Sie schneiden müssen. Generell werden Ecken im 45 Grad Winkel geschnitten, wobei der Teil, der an der Wand anliegt, länger sein sollte.

Verwenden Sie die Winkelschmiege für das Schneiden der Ecken, können Sie exakte Winkel aus Ecken auf die Stuckleisten übertragen. Daher eignet sich diese Variante besonders bei ungewöhnlichen Raumzuschnitten.

Stuckleisten kürzen – das richtige Werkzeug

Um Stuckleisten auf Länge zu schneiden, können Sie eine feine Säge oder eine Gehrungssäge verwenden. Beide eignen sich für besonders saubere Schnitte, wobei etwas handwerkliches Geschick vorausgesetzt ist. Bei den sehr flachen Stuckleisten können Sie auch mit dem Cuttermesser arbeiten, das hier mitunter bessere Ergebnisse erzielt. Für das Zuschneiden können Sie die Stuckleisten hochkant in die Gehrungslade oder Winkelschmiege stellen und die Schnittfläche anzeichnen. Danach können Sie die Stuckleiste auf einem glatten Untergrund vorsichtig kürzen.

Natürlich können Sie die Stuckleisten auch direkt auf Maß zugeschnitten bestellen. So haben Sie noch weniger Arbeit und ein Verschneiden ist ausgeschlossen.